Impfinformation

CORONA-SCHUTZIMPFUNG
Alle Informationen für Pflegepersonal und Interessierte
Die Impfteams waren bereits zur Erst- und Zweitimpfung in allen Einrichtungen und haben Bewohner und Mitarbeiter geimpft. Die Auffrischungsimpfung Booster und Impfung von Bewohnern und Mitarbeitern, die noch keine Impfung erhalten haben, wird aktiv unterstützt.
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Corona Schutzimpfung

Im Überblick alle Informationen und Antworten auf Ihre Fragen 

Wir möchten alles tun, damit Sie gut informiert und mit verlässlichen Antworten Ihre Entscheidung zum Impfen treffen können. Hier finden Sie aktuelle Informationen rund um die Corona-Schutzimpfung.

Besuchertests bleiben weiterhin kostenlos. Eine große Hilfe ist, wenn Sie bereits getestet in die Einrichtung kommen und Ihr Testergebnis vorlegen. Die Testung, sowohl mittels eines PoC-Antigen-Schnelltests als auch mittels eines PCR Tests darf maximal 24 Stunden alt sein. Gerne testen wir Sie auch vor Ort. > Weitere Informationen zur Teststrategie

Unsere Besucherregelungen finden Sie hier.

Fragen im Überblick

Wo finde ich vertrauenswürdige Informationen zu Covid-19?

Aktuelle und vertrauenswürdige Informationen zur allgemeinen Lage bezüglich des Corona-Virus finden Sie unter anderem auf folgenden Webseiten:

Robert Koch-Institut

Bundesgesundheitsministerium

Podcast mit dem Virologen Christian Drosten

Sind die Impfstoffe überhaupt sicher?

Die Sicherheit von uns allen hat oberste Priorität.

In die Impfstudien werden mehrere zehntausend Personen einbezogen. Schwerwiegende Nebenwirkungen sind bisher nicht aufgetreten.

Mögliche Nebenwirkungen sind leichte bis moderate Schmerzen an der Einstichstelle, Müdigkeit, Kopfschmerzen, die vorübergehend auftauchen und normalerweise innerhalb von zwei Tagen verschwinden.

In den Zulassungsstudien können Nebenwirkungen mit einer Häufigkeit von 1 zu 1000 beobachtet werden. Also 1 Mensch von tausend Menschen hat Nebenwirkungen. Über langfristige Effekte der Impfung können bislang keine Aussagen gemacht werden, da sie noch nicht über einen längeren Zeitraum beobachtet wurden.

Wie hoch ist das Risiko von Nebenwirkungen?

In Deutschland werden generell nur Impfstoffe genehmigt, die unsere strengen Sicherheitsstandards erfüllen und umfangreichen klinischen Studien unterzogen wurden. Man kann jedoch nicht alle Risiken ausschließen.

Bei der Entwicklung der Corona-Schutzimpfung wurden keine Prüfschritte ausgelassen.

Was unterscheidet den Impfstoff von Johnson & Johnson (Ad26.COV2.S) von den bislang zugelassenen Impfstoffen?

Das Gute vorweg: Ad26.COV2.S ist vor allem praktisch und sicher. Eine einmalige Vakazindosis (Impfstoff) Dosis reicht aus. Dadurch fällt sehr viel Aufwand für die Organisatoren weg: Es muss kein zweiter Termin eingeplant werden und es muss keine zweite Dosis für dieselbe Person vorrätig gehalten werden. AstraZeneca und diesen Impfstoff eint, dass sie bei normalen Kühlschranktemperaturen zwischen zwei und acht Grad Celsius gelagert werden können. Das Handling ist damit um ein Vielfaches einfacher als mit den mRNA-Impfstoffen, die tiefgekühlt aufbewahrt werden müssen. Somit können Hausärzte/innen diesen Impfstoff in der Praxis verimpfen.

Wie steht es um die Wirksamkeit des Johnson & Johnson Impfstoffes?

Die EU-Medikamentenbehörde Ema bescheinigt dem Ad26.COV2.S in den bisherigen Tests eine bis zu 67-prozentigen Reduktion der Covid-19-Fälle in der Impfgruppe, im Vergleich zu der Gruppe von Versuchspersonen, die nur ein Placebo erhalten haben. Zu einem ähnlichen Ergebnis kam vor einigen Wochen die US-amerikanische Zulassungsbehörde FDA.

In welcher Altersgruppe wird der Impfstoff von Johnson & Johnson geimpft?

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt seit Mai 2021, diesen Impfstoff für Personen ab einem Alter von 60 Jahren zu verwenden.

Wie sicher ist der Impfstoff von AstraZeneca?

Die Europäische Arzneimittelagentur (European Medicines Agency,EMA) hat am 18. März 2021 die Empfehlung ausgesprochen, weiterhin mit dem AstraZeneca-Impfstoff zu impfen. Begründung der EMA: „Die Vorteile des Impfstoffs bei der Bekämpfung der immer noch weit verbreiteten Bedrohung durch COVID-19 (die selbst zu Gerinnungsproblemen führt und tödlich sein kann) überwiegen weiterhin das Risiko von Nebenwirkungen.“ Die Ständige Impfkommission (STIKO) hat am 1. April 2021, die Impfungen mit dem Impfstoff Vaxzevria® von AstraZeneca künftig in erster Linie für die Altersgruppe ab 60 Jahren empfohlen.

Brauchen Frauen eine andere Impfdosis als Männer?

Die gute Nachricht: Nein. Eine Diskrepanz zwischen den Geschlechtern gibt es bei den bisher in Deutschland zugelassenen Corona-Impfstoffen nicht. „Die Dosierung ist für Männer und Frauen gleich. Das ist bei Impfstoffen immer so“, erklärt das Paul-Ehrlich-Institut. Entscheidend sei bei der Wirkung von Impfstoffen nicht das Geschlecht, sondern das Alter der Menschen. „Unterschieden wird nach Alter, da das Immunsystem in verschiedenen Altersgruppen unterschiedlich reagiert.“, laut Paul-Ehrlich-Institut.

Besonders diejenigen, die von sogenannten „Gender Data Gap“ gehört haben, stellen sich diese Frage. Dieser Begriff beschreibt eine Datenlücke etwa bei medizinischen Studien. Frauen sind in diversen Studien unterrepräsentiert, was zu Nachteilen bei der Behandlung führen kann.

„Die Aufsichtsbehörden werden niemals einen Impfstoff genehmigen, der nur an einem Geschlecht oder in einer geschlechtsspezifischen/unausgewogenen Weise getestet wird“, erklärt der Leiter der Abteilung Vakzinologie und Angewandte Mikrobiologie am Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung.

Wie hoch ist der Frauenanteil bei Wirksamkeitsstudien der Corona-Schutzimpfung?

Bei den in Deutschland zugelassenen Impfstoffen von Biontech/Pfizer, Moderna und AstraZeneca wird viel Wert darauf gelegt bei Wirksamkeitsstudien ungefähr gleich viele Männer wie Frauen zu berücksichtigen. Wie jüngst erschienene Wirksamkeitsstudien zeigen: bei AstraZeneca, wurden sogar mehr Frauen als Männer untersucht.

Im Vergleich zu herkömmlichen Arzneimitteln haben Impfstoffe einen großen Vorteil in Bezug auf die „Gender Data Gap“. Impfstoffe/Vakzine zielen auf das Immunsystem ab – und das reagiert bei Männern und Frauen annähernd gleich.

Impfen gegen COVID-19? Warum gerade ich in der Pflege?

Die Anforderungen, die an Sie persönlich gestellt werden, sind enorm. Die Auswirkungen der Pandemie bündeln sich sichtbar und fühlbar bei Ihnen in der Pflege – die pandemiebedingte Mehrarbeit, die Zahl der Infektionen und leider auch die Anzahl der Menschen, die an dem SARS-CoV-2-Virus versterben.

Sie, als Mitarbeiter in der Pflege oder im medizinischen Dienst, haben es in der Hand, sich selbst und andere zu schützen. Der Druck, sich impfen zu lassen, entsteht nicht durch eine Impfverordnung, er entsteht durch die Wirksamkeit und das Infektionsgeschehen des SARS-CoV-2-Virus und seiner Veränderungen.

Die Verordnung zum Anspruch auf Schutzimpfung gegen das Coronavirus SARS-CoV-2: Impfverordnung (PDF)

Impfen gegen COVID-19? Die meisten werden doch gar nicht krank?

Wussten Sie, dass das Risiko, schwer zu erkranken oder zu versterben, bei COVID-19 sehr viel größer ist als bei Grippeerkrankungen?

Impfpflicht? Wo ist meine Freiheit?

Die Frage muss erlaubt sein: Steht die Freiheit des Einzelnen über der Freiheit Aller? Jeder muss für sich selbst entscheiden, wie er/sie in Zukunft weiterleben will oder muss. Jede/-r muss für sich selbst entscheiden, wie viel Freiheit da sein wird, wenn nicht 70 % der Bevölkerung immunisiert sind und das Virus sich weiter verändert.

Die Mutation oder die Mutante? Was ist das?

Der Begriff „Mutation“ lässt sich übersetzen als Veränderung. Der Begriff kommt aus der lateinischen Sprache von latein. mutans = verändernd. Der Begriff „Mutante“ bezeichnet das mutierte Virus selbst sowie alle seine Nachkommen – es handelt sich hier um eine „Variante“ des Virus.

Eine Mutante ist eine spontane Veränderung. Beim SARS-CoV-2-Virus bedeutet Mutation eine Veränderung im Erbgut des Virus.

Solche Veränderungen oder Entwicklungen eines Virus können im besten Fall gar keine großen Auswirkungen haben, was bei den meisten Mutationen der Fall ist. Leider ist der besondere, ansteckendere Fall eingetreten. Der Virus ist so verändert, dass er für den Menschen ansteckender ist.

Wie schütze ich mich vor den Corona-Mutationen?

So wie ich mich auch vor einer Ansteckung mit dem „normalen“ Coronavirus schütze.

Vermeidung statt Verbreitung! Aktiv sich Impfen lassen!

Je weniger Menschen unterwegs sind und je weniger Menschen miteinander Kontakt haben, umso geringer ist die Ansteckungsgefahr. Daher gibt es auch umfangreiche Diskussionen zu Reiseeinschränkungen, damit sich die neuen Corona-Mutationen nicht noch weiter ausbreiten können. Leider ist es so, je mehr Mutationen/Veränderungen sich ausbreiten, umso höher ist auch das Risiko, dass noch weitere Mutationen entstehen.

Warum lassen sich so viele Ärzte impfen und das Pflegepersonal nicht?

Auch gegen die Grippe haben sich laut Robert Koch-Institut (RKI) zuletzt gut 79 % der Ärzte, aber NUR knapp 47 % der Pfleger impfen lassen. Medizinisches Personal und Pflegepersonal reagieren bei Impfungen zurückhaltender als Ärzte.

Ich habe Angst vor Spritzen.

Sprechen Sie den Impfarzt oder die Impfärztin darauf an oder sprechen Sie mit Menschen Ihres Vertrauens.

Jeder hat ein anderes Schmerzempfinden, jedoch wird der Einstich der Corona-Schutzimpfung in den meisten Fällen ähnlich einem Mückenstich beschrieben oder gar nicht gespürt.

Der Impfvorgang dauert auch nur wenige Sekunden.

Wie oft muss ich mich impfen lassen?

Für einen vollständigen Impfschutz der bisher zugelassenen Impfstoffe müssen Sie sich zwei Mal im Abstand von drei bis vier Wochen impfen lassen.

Eine Booster bzw. Auffrischungsimpfung wird spätestens nach 6 Monaten empfohlen. Hier gilt die Berücksichtigung der Erstwahl des Impfstoffes. Sprechen Sie Ihren Arzt oder das Impfzentrum darauf an.

Gehöre ich zu einer Risikogruppe?

Das Alter eines Menschen ist der wichtigste Risikofaktor für einen schweren oder sogar tödlichen Krankheitsverlauf.

Es gibt einige Vorerkrankungen, die das Risiko für einen schweren Verlauf der COVID-19-Erkrankung und das Versterben erhöhen.

Dazu gehören folgende Personengruppen:

  • ältere Personen, ab etwa 60 Jahren
  • Raucher (schwache Evidenz)
  • stark adipöse Menschen
  • Personen mit bestimmten Vorerkrankungen
    • des Herz-Kreislauf-Systems, z.B. KHK und Bluthochdruck
    • der Lunge, z.B. Asthma, chronische Bronchitis und COPD
    • Patienten mit chronischen Lebererkrankungen
    • Patienten mit Zuckerkrankheit
    • Patienten mit einer Krebserkrankung
    • Patienten mit geschwächtem Immunsystem, z.B. aufgrund einer Erkrankung, die mit einer Immunschwäche einhergeht oder durch regelmäßige Einnahme von Medikamenten, die die Immunabwehr schwächen, wie z.B. Cortison
Wo kann ich Nebenwirkungen melden?

Verdachtsfälle zu Nebenwirkungen werden sehr ernst genommen. Es wird so schnell wie möglich abgeklärt, ob es sich um eine zufällig in zeitlichem Zusammenhang auftretende Reaktion handelt oder eine tatsächliche Nebenwirkung ist.

Der Arzt oder die Ärztin, der oder die Sie impft, ist verpflichtet auftretende Nebenwirkungen zu melden – die Meldung ist Pflicht!

Sie können Nebenwirkungen, auch Verdachtsfälle beim
Paul-Ehrlich-Institut über die Webseite:

www.nebenwirkungen.bund.de oder über die SafeVac 2.0- App(die App des Paul-Ehrlich- Instituts) melden.

Was ist das Paul-Ehrlich-Institut?

Paul-Ehrlich-Institut 
Bundesinstitut für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel

Amtsaufgaben des Paul-Ehrlich-Instituts

Amtsaufgaben (PDF)

Das Paul-Ehrlich-Institut (PEI), Bundesinstitut für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel, ist für folgende Arzneimittel zuständig (§ 77 AMG):

  • Arzneimittel für Menschen, -Sera, -Impfstoffe
  • Blutzubereitungen, -Gewebe und Gewebezubereitungen
  • Allergene
  • Arzneimittel für neuartige Therapien (Gentherapeutika, somatische Zelltherapeutika und biotechnologisch bearbeitete Gewebeprodukte)
  • xenogene Arzneimittel, gentechnisch hergestellte Blutbestandteile

Für alle anderen Arzneimittel, die für den Menschen bestimmt sind, ist das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) zuständig.

  • Arzneimittel für Tiere, Immunologische Tierarzneimittel wie Sera, Impfstoffe, Immunmodulatoren, Tuberkuline und weitere immunologische Tierarzneimittel, die zur Anwendung am Tier bestimmt sind

Für Mittel, die nicht zur Anwendung am Tier bestimmt sind (Diagnostika), ist das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) zuständig. Alle anderen Tierarzneimittel sind im Zuständigkeitsbereich des Bundesamts für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL).

Aufgaben
Das Paul-Ehrlich-Institut erfüllt für die in seinem Zuständigkeitsbereich liegenden Arzneimittelgruppen folgende Aufgaben:

  • Genehmigung der klinischen Prüfung von Humanarzneimitteln
  • Genehmigung der Feldversuche (klinische Prüfungen im Veterinärbereich) mit Tierarzneimitteln
  • Bearbeitung von Zulassungsanträgen und Folgeanträgen wie Änderungsanzeigen und Variationen im Human- und Veterinärbereich in den verschiedenen nationalen und europäischen Verfahren
  • Staatliche Prüfung und Freigabe von Chargen der Arzneimittel
  • Unter bestimmten Voraussetzungen kann das PEI Arzneimittel von der staatlichen Chargenprüfung freistellen.
  • Arzneimittelsicherheit
  • Inspektionen
  • Forschung auf den Gebieten der Allergologie, Bakteriologie, Biotechnologie, Immunologie, Hämatologie, Transfusionsmedizin, Veterinärmedizin und Virologie
  • Meldewesen für Blut- und Gewebezubereitungen
  • Beratung von nationalen, europäischen und internationalen Gremien bei der Beurteilung von Risiken und der Entwicklung von Leitfäden
  • Beratung von Antragstellern in wissenschaftlichen und prozeduralen Fragen
  • Informationen für Patientinnen und Patienten bzw. Verbraucherinnen und Verbraucher
Sind da Mikrochips drin?

Das sind Verschwörungstheorien! Diese Behauptung ist nicht wahr!

Die Forschung am COVID-19-Impfstoff wird weltweit von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern durchgeführt. Ihr Ziel ist und war die Entwicklung eines Schutzimpfstoffes.

Ich habe Angst vor einem Impfschaden.

Ihre Gesundheit steht an erster Stelle!

Die Corona-Schutzimpfung wurde im Rahmen von klinischen Studien vor der Genehmigung und Zulassung bei mehreren zehntausend Freiwilligen untersucht und es traten bisher keine schwerwiegenden Nebenwirkungen auf.

Seit dem ersten Auftreten des Virus wurde weltweit mit enormen Geldmitteln für die Wissenschaft und Forschung nach Heilmitteln gesucht und mehrere Impfstoffe wurden entwickelt.

Die Forschung geht weiter und es werden mit Sicherheit weitere Heilmittel und Impfungen gefunden werden. Daher kann langfristig über Effekte noch keine Aussage getroffen werden.

Der Arzt oder die Ärztin, der/die Sie impft, klärt Sie gerne und umfassend zu Fragen rund um die Schutzimpfung auf.

Wieso ist der Impfstoff so schnell entwickelt worden, sonst dauert auch alles immer so lange?

So eine globale wissenschaftliche Zusammenarbeit gab es vor der Pandemie noch nie!

Durch ähnliche Viren wissen die Forscher/-innen bereits viel über SARS-CoV-2.

Das lieferte schnell eine gute Grundlage für die Entwicklung des COVID-19-Impfstoffes.

Es haben weltweit gleichzeitig Forscher daran gearbeitet, ihre aktuellen Ergebnisse miteinander geteilt und direkt an Prüfbehörden weitergeleitet.

Es wurden keine Prüfschritte weggelassen, es wurde gleichzeitig an mehreren Prüfschritten gearbeitet und vor allem zusammengearbeitet.

Die zugelassenen COVID-19-Impfstoffe haben in klinischen Studien vor der Zulassung Wirksamkeit und gute Verträglichkeit gezeigt.

Beeinflusst der Impfstoff meine Gene? Meine Gene gehören mir!

Ihre Gene gehören Ihnen!

Die Impfung steht in keinem Zusammenhang mit dem menschlichen Erbgut, wird nicht in DNA umgebaut und hat demnach auch keinen Einfluss auf die menschliche DNA.

Erklärung:

  • mRNA und DNA klingen ähnlich, es ist aber etwas ganz anderes.
  • mRNA-Impfstoffe werden nicht in DNA umgebaut und haben keinen Einfluss auf unsere Gene.
  • Laut Paul-Ehrlich-Institut besteht keine Gefahr, dass mRNA ins Genom eindringt.
  • Das Genom sind die vollständigen (Erb-)Informationen, also die genetischen Erbinformationen in den Chromosomen eines Organismus.
  • Die Erbinformationen des Menschen befinden sich in Form von DNA im Zellkern. Dass RNA dort eingebaut werden könnte, ist unter anderem wegen der unterschiedlichen chemischen Struktur unmöglich. Es gebe auch keinen Hinweis darauf, dass die von den Körperzellen nach der Impfung aufgenommene mRNA in DNA umgeschrieben werde.
Muss ich die Impfung bezahlen?

Die Impfung ist kostenfrei.

Was bedeutet es, wenn die Impfung zu 95 % schützt?

Die Wahrscheinlichkeit, sich mit dem Virus anzustecken – zu infizieren –, war bei COVID-19-geimpften Teilnehmerinnen und Teilnehmern um 95 % geringer als bei den Teilnehmern der Studien, die eine Placebo-Impfung (Impfung ohne Wirkstoff) bekommen haben.

Bevor ein Medikament oder eine Impfung zugelassen werden, müssen diese getestet werden. Meistens zuerst bei Tieren, dann werden diese Tests bei Menschen, die sich dafür freiwillig gemeldet haben – den Probanden (Versuchs-, Testpersonen) –, durchgeführt.

Kann ich den Mund-Nasen-Schutz (die Maske) nach der Impfung weglassen?

Der Impfschutz wirkt circa zwei bis drei Wochen nach der 2. Impfung.

Trotz Immunität – der Unempfindlichkeit vor der Ansteckung – werden Sie weiter aufgefordert die AHA+L-Regeln einzuhalten.

Schätzen wir das Risiko falsch ein? Impfung oder Erkrankung?

Es gehört zu den fundamentalsten Formen menschlicher Psychologie, dass wir Gefahren falsch bewerten. Risikoforscher Ortwin Renn, wissenschaftlicher Direktor am Institute for Advanced Sustainability Studies (IASS) in Potsdam, kennt das Problem: „Unser Gehirn ist leicht zu beeinflussen“, erklärt er. „Deshalb schätzt es Risiken häufig falsch ein.“

Ein Mensch, der unsicher ist, handelt eher nicht. Er möchte kein Risiko eingehen und ist gegen eine entsprechende Handlung. Menschen agieren nach solchen psychologischen Einsichten.

Rein statistisch gesehen ist die Wahrscheinlichkeit, auf der Autobahn ums Leben zu kommen, wesentlich höher, als Opfer eines Terroranschlags zu werden. Trotzdem fürchten wir uns weniger vor anderen Autofahrern als vor einem Terroristen. Werden Anschläge in den Medien thematisiert, steigt die Angst. Gleichzeitig nimmt sie wieder ab, wenn es in den Medien und sozialen Netzwerken ruhiger wird.

Die meisten von uns sehen Bedrohungen eher von außen auf uns einstürzen. Risiken, die wir selbst verschulden, verkennen wir dagegen gewaltig. Dabei gehören diese zu den größten tatsächlichen Alltagsrisiken.

Besonders stark unterschätzen wir Risiken, an die wir uns gewöhnt haben: übermäßiger Alkoholkonsum, fehlende Bewegung, ungesunde Ernährung oder Zigaretten. „Jeder Mensch kennt vermutlich einen 90-jährigen Raucher, der nie an Lungenkrebs erkrankt ist“, erklärt Renn. „Solche seltenen Beispiele beruhigen unser Gehirn.“

Das Risiko, an Corona zu erkranken, ist da. Die Aussage „Mir passiert schon nichts“ ist in diesem Zusammenhang nicht nur für Sie, sondern für alle in Ihrem Umfeld gefährlich.

Unterstützen die Gewerkschaften das Impfen?

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) ruft die Beschäftigten im Gesundheitswesen auf, sich so schnell wie möglich gegen die COVID-19-Erkrankung impfen zu lassen, lehnt eine Impfpflicht für bestimmte Berufsgruppen jedoch ab.

Hier finden Sie dazu weitere Informationen:

Verdi empfiehlt die Corona-Schutzimpfung

Wer hat das Recht auf eine Schutzimpfung in Deutschland?

Die am 17. Dezember 2020 vom Bundesgesundheitsminister erlassene Impfverordnung regelt, wer in Deutschland den Anspruch auf eine Schutzimpfung gegen das neue Coronavirus hat.

  • Das Recht auf die Corona-Schutzimpfung haben grundsätzlich alle Personen, die in Deutschland gesetzlich oder privat krankenversichert sind, sowie alle Personen, die ihren Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthaltsort in Deutschland haben.
  • Auch Personen, die in einem Pflegeheim oder Krankenhaus in Deutschland behandelt, gepflegt oder betreut werden und zugleich zu dem prioritär zu impfenden Personenkreis gehören, haben Anspruch auf die Schutzimpfung, auch wenn sie nicht in Deutschland ihren Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthaltsort haben.
  • Schließlich haben auch einige Grenzpendler/Innen, die weder ihren Wohnsitz noch ihren gewöhnlichen Aufenthaltsort in Deutschland haben, das Recht auf eine Corona-Impfung in Deutschland, wenn sie in Unternehmen arbeiten, in denen der Schutz vor Corona besonders relevant ist. Dazu zählen Beschäftigte in Pflegeheimen und -diensten, Krankenhäusern, Lehrer/Innen und Erzieher/Innen sowie das Schlüsselpersonal der sogenannten kritischen Infrastruktur wie u. a. Transport- und Verkehrswesen, Wasser- und Energieversorgung, Ernährungs- und Abfallwirtschaft oder Einzelhandel.
  • Auch Beschäftigte mit prekären Arbeits- und/oder Lebensbedingungen (ohne dass näher entschieden ist, wer dazugehört) haben das Recht auf eine Corona-Schutzimpfung in Deutschland.
Wer gehört zur Gruppe „höchster Priorität“ beim Impfen?

Zur Gruppe mit „höchster Priorität“, die als erste das Anrecht auf Impfung erhält, gehören:

  • Personen, die das 80. Lebensjahr vollendet haben
  • Personen, die in stationären Einrichtungen zur Behandlung, Betreuung oder Pflege älterer oder pflegebedürftiger Menschen behandelt, betreut oder gepflegt werden oder tätig sind
  • Personen, die im Rahmen ambulanter Pflegedienste regelmäßig ältere oder pflegebedürftige Menschen behandeln, betreuen oder pflegen
  • Personen, die in Bereichen medizinischer Einrichtungen mit sehr hohem Ansteckungsrisiko tätig sind (insbesondere auf Intensivstationen, in Notaufnahmen, in Rettungsdiensten, in der Palliativversorgung, in den Impfzentren)
  • Personen, die in medizinischen Einrichtungen regelmäßig Personen behandeln, betreuen oder pflegen, bei denen ein sehr hohes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 besteht (insbesondere Onkologie oder Transplantationsmedizin)
Wer gehört zur Gruppe „hoher Priorität“?

Zur Gruppe mit „hoher Priorität“, die an der 2. Stelle das Anrecht auf Impfung erhält, gehören:

  • Personen, die das 70. Lebensjahr vollendet haben
  • Personen, bei denen ein sehr hohes oder hohes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 besteht (das sind nach der Verordnung Personen mit Trisomie 21, Personen mit einer Demenz oder geistigen Behinderung, Personen nach einer Organtransplantation)
  • ausdrücklich benannte enge Kontaktpersonen von Schwangeren und von pflegebedürftigen Personen, die ihrerseits selbst höchste oder hohe Priorität genießen
  • Personen, die stationär oder ambulant geistig behinderte Menschen behandeln, betreuen oder pflegen oder in entsprechenden Einrichtungen tätig sind
  • Personen, die in Bereichen medizinischer Einrichtungen tätig sind, in denen eine hohe oder erhöhte Ansteckungsgefahr besteht (bspw. Ärzte mit unmittelbarem Patientenkontakt)
  • Polizei und Ordnungskräfte, die im Rahmen ihrer Tätigkeit (insbesondere bei Demonstrationen) einem hohen Infektionsrisiko ausgesetzt sind
  • Personen, die in Obdachlosen- und Asylbewerberunterkünften untergebracht oder tätig sind
  • Personen, die im öffentlichen Gesundheitsdienst oder in besonders relevanter Position zur Aufrechterhaltung der Krankenhausinfrastruktur tätig sind
Wer gehört zur Gruppe „erhöhter Priorität“?

Zur Gruppe mit „erhöhter Priorität“, die nach den Personen mit höchster und hoher Priorität das Anrecht auf Impfung erhält, gehören:

  • Personen, die das 60. Lebensjahr vollendet haben
  • Personen, bei denen ein erhöhtes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 besteht (das ist nach der Verordnung bei folgenden bestehenden Krankheiten der Fall: Adipositas (BMI 30+), chronische Nieren- und Lebererkrankungen, Immundefizienz oder HIV-Infektion, Diabetes mellitus, Herzinsuffizienz, Arrhythmie/Vorhofflimmern oder koronare Herzkrankheit oder arterielle Hypertension, zerebrovaskuläre Erkrankungen/Apoplex, Autoimmunerkrankungen, Krebserkrankungen, COPD oder Asthma bronchiale, rheumatische Erkrankungen)
  • Personen in Bereichen medizinischer Einrichtungen mit niedrigem Ansteckungsrisiko (beispielsweise in Laboren)
  • Personen, die in besonders relevanter Position in staatlichen Einrichtungen tätig sind (beispielsweise Polizei, Feuerwehr)
  • Personen, die in besonders relevanter Position in weiteren Einrichtungen und Unternehmen der kritischen Infrastruktur tätig sind (beispielsweise Apothekenwesen, Wasser- und Energieversorgung)
  • Personen, die als Erzieher/Innen oder Lehrer/Innen tätig sind
  • Personen, die im Lebensmitteleinzelhandel tätig sind
  • Personen mit prekären Arbeits- oder Lebensbedingungen
Hat es für mich rechtliche Konsequenzen, wenn ich mich nicht gegen das Coronavirus impfen lasse, obwohl mir eine Impfung angeboten wurde?

Lt. dem Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) kann der Arbeitgeber die fehlende Schutzimpfung nicht sanktionieren, da es keine gesetzliche Impfpflicht gibt.

ABER: Rechtliche Nachteile sind allerdings im Zusammenhang mit der Entschädigungszahlung bei der behördlich angeordneten Quarantäne möglich. Beschäftigte, die durch die Quarantäne einen Verdienstausfall erleiden (etwa dann, wenn sie während der Quarantäne nicht von zu Hause aus arbeiten können), haben zwar grundsätzlich Anspruch auf eine Entschädigung ihres Verdienstausfalls durch den Staat (§ 56 Abs. 1 IfSG). Dieses Recht entfällt aber, wenn die Quarantäneanordnung durch die Inanspruchnahme einer Schutzimpfung, die öffentlich empfohlen wurde, vermeidbar gewesen wäre. Personen, die künftig durch die Schutzimpfung die Quarantäne vermeiden können, laufen Gefahr, dass sie das Recht auf Entschädigung verlieren, wenn sie die Impfung ablehnen.

Corona Schutzimpfung

Dritte Impfung – Warum boostern?

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt allen Personen ab 18 Jahren eine Auffrischungsimpfung gegen COVID-19. Personen, deren zweite Impfung etwa sechs Monate zurückliegt, können sich eine Auffrischungsimpfung holen. Seit September wurden bestimmten, gefährdeten Personen – sogenannten vulnerablen Gruppen – bereits priorisiert Auffrischungsimpfungen angeboten. Seit September wird bereits in unseren Einrichtungen das dritte Mal geimpft. > Alle Informationen zu den Auffrischungsimpfungen

Wer sollte sich boostern lassen?

Die Booster-Impfung wird auch für Menschen mit geschwächtem Immunsystem empfohlen – also etwa bei Menschen mit Erkrankungen, bei denen das Immunsystem medikamentös reguliert wird (beispielsweise bei Autoimmunerkrankungen oder nach einer Transplantation). Für diese Personengruppe ist das Risiko eines nachlassenden Impfschutzes am höchsten. Am höchsten ist auch für diese Gruppe das Risiko einer schweren Erkrankung.

Bewohnerinnen und Bewohner von Altenheimen, das Pflegepersonal sowie andere Mitarbeiter mit direktem Kontakt zu Betreuten in ambulanten und stationären Pflegeeinrichtungen sollen eine Auffrischungsimpfung bekommen.
Personen, die bisher einmal mit dem Covid-19-Impfstoff von Johnson & Johnson geimpft worden sind können eine zusätzliche mRNA-Impfdosis (BioNTech, Moderna) angeboten bekommen – ab vier Wochen nach der Impfung. Bei diesem Vakzin sind die meisten Infektionen von Geimpften – Impfdurchbrüche registriert worden. Die Auffrischungsimpfung kann in Impfzentren, durch niedergelassene Ärztinnen und Ärzte oder durch Betriebsärztinnen und -ärzte verabreicht werden.

Corona-Schutzimpfung 

Top aktuelle Entwicklung zum Impfverhalten

Das Impfdashboard der Bundesregierung

Corona-Schutzimpfung

Welche Impfstoffe werden momentan verwendet?

In Deutschland bzw. in der EU sind verschiedene Impfstoffe zugelassen. Die Nationale Lenkungsgruppe Impfen hat eine Tabelle mit den in Deutschland zugelassenen Impfstoffen, der notwendigen Anzahl der Impfdosen, den von der STIKO empfohlenen Impfabständen sowie das empfohlene Impfalter zusammengestellt.

Corona-Schutzimpfung 

Sind die mRNA-Impfstoffe von Moderna und BioNTech/Pfizer gleichwertig?

Die STIKO (Ständige Impfkommission), entwickelt Impfempfehlungen für Deutschland) bewertet beide mRNA-Impfstoffe hinsichtlich Sicherheit und Wirksamkeit als gleichwertig (siehe aktuelle STIKO-Empfehlung). Beide mRNA-Impfstoffe werden zum Schutz vor einer COVID-19-Erkrankung empfohlen. Ein Unterschied besteht hinsichtlich des Anwendungsalters: Der BioNTech/Pfizer-Impfstoff ist ab dem Alter von 16 Jahren zugelassen, der Impfstoff von Moderna erst ab dem Alter von 18 Jahren. Eine begonnene Impfserie soll mit dem gleichen Impfstoffprodukt komplettiert werden. Welche Impfung konkret angeboten wird, hängt von der Verfügbarkeit vor Ort ab.

Quelle: Robert Koch-Institut

Irrtum und Falschinformationen

Mythen zur Corona-Schutzimpfung

Zur Corona-Schutzimpfung sind viele Informationen im Umlauf. Einige davon stimmen nicht. Die Bundesregierung hat eine Liste mit Desinformationen aufgenommen und erklärt, was dahinter steckt.

Information in English and more

Information about the COVID-19 vaccination

The Robert Koch-Institut provides information sheets for the vaccination against COVID-19 in the following languages for download: Albanian, Arabic, Bulgarian, Croatian, Dari, English, Farsi, French, Kurmanji, Paschto, Persian, Polish, Romanian, Russian, Serbian, Spanish, Tigrin, Turkish, Urdu, and Vietnamese.